25.01.2020Evang. Fachschule für Sozialpädagogik

Großes Interesse an der "Digital Night"

Es scharten sich interessierte Besucher an Tischen im Foyer der Evangelischen Fachschule für Sozialpädagogik. Ein kleiner Mini-Roboter, mit Namen Ozo-Bot, nicht größer als eine Spitzmaus, rollt auf einer Linie entlang. Dash, ist ein anderer beweglicher Mini-Roboter, der mittels eines Tabletts im Rhythmikraum durch einen Parcours hindurchsteuert und erkennt, wenn ein Hindernis vor ihm auftaucht. Auf einem anderen Tisch agiert Blue-Bot, der aussieht wie ein überdimensionaler Käfer, und der sich über Tasten auf seinem Rücken programmieren lässt. Die Schülerinnen und Schüler der PiA-Klasse I und III demonstrierten am Donnerstag, dem 23. Januar, dem interessierten Publikum, wie man diese Mini-Roboter, ein elektronisches Mikroskop und eine Endoskop-Kamera und weitere digitale Apps wie Stop-Motion oder ein Programm, das zweidimensionale Bilder in 3-D Formate umwandelt, in der Arbeit mit Kindern zwischen 3 und 6 Jahren einsetzen könnte. Während sich die Fachleute, Pädagogen aus Kitas eher skeptisch zeigten, gingen die jungen Besucher unvoreingenommen und offen mit den Angeboten um, und probierten ohne Berührungsängste aus, wie sich Mini-Roboter steuern lassen.

Seit Oktober hatten sich die angehenden Erzieherinnen und Erzieher im Rahmen ihres Wahlpflichtfaches „Forschen und Experimentieren“ mit dem Inhalt der neuen „Digitalen Kiste“ der Technik-ErzieherInnen-Akademie (TEA) auseinandergesetzt. Die Themenkisten der TEA möchten angehenden Pädagogen Handlungsmöglichkeiten in den sogenannten MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Natur und Technik) eröffnen. „Die Evangelische Fachschule für Sozialpädagogik war die erste Fachschule, die die „Digitale Kiste“ als Pilotprojekt in ihrer Anwendbarkeit ausprobiert hat“, so Beate Nägele, regionale Projektleiterin der Bildung und Berufliche Qualifizierung (BBQ) gGmbH, zu der die Technik-Erzieherinnen-Akademie gehört. Die Themenkiste mit den Mini-Robotern , soll auch in anderen Fachschulen zum Einsatz kommen.

Roland Grühn, der als Fachlehrer die Digitale Kiste in die Fachschule holte, beobachtete, dass sich die Fachschülerinnen und -schüler der digitalen Welt durchaus kritisch näherten. „Als angehende Pädagogen ist auch ihr erster Reflex, die digitale Welt auszuklammern und eher einen Schutzraum aufzubauen. Doch ich bin der Meinung, Erzieher sollten wissen, wie man mit diesen digitalen ‚Spielzeugen‘ umgeht und dass es Möglichkeiten gibt, digitale Technik aktiv gestaltend zu nutzen und sie nicht nur passiv zu konsumieren.“ Auch der Schulleiter Andreas Lorenz sagte in seiner Begrüßungsrede: „Kinder leben und wachsen mit digitalen Medien auf, Smart-Phone der Eltern, Computer, Laptop gehören zu ihrer Lebenswelt, davor dürfen wir als Pädagogen nicht die Augen verschließen. Digitale Bildung ist ein Beitrag zur Emanzipation, ein Beitrag zur Bildung des freien und mündigen Menschen.“ Er plädierte dafür, die medienpädagogischen Kompetenzen von Pädagogen zu erweitern.

Ausdruck vom 01.04.2020
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