01.02.2019Evang. Fachschule für Altenpflege

Als Fachkräfte heiß umworben

Altenpflegeschülerinnen bereiten sich aktuell auf ihre Abschlussprüfungen vor. Auf dem Arbeitsmarkt werden die angehenden Fachkräfte sehnlichst erwartet

 „Wer war Florence Nightingale und wie heißt ihr Werk, mit dem sie Geschichte geschrieben hat?“ Finger schnellen in die Höhe: „Sie war eine englische Krankenschwester und hat das erste Standardwerk für Krankenpflege geschrieben „Notes on nursing“.“ Prüfungsvorbereitung in der evangelischen Fachschule für Altenpflege in Weinstadt-Beutelsbach. „So eine Frage könnte in der Prüfung dran kommen!“ erklärt Dozent Ulrich Strack den 13 Schülerinnen der Abschlussklasse. Helena und Laura nutzen wie alle Mitschülerinnen das Angebot der Altenpflegeschule, den prüfungsrelevanten Stoff der Lernfelder zu wiederholen: wie zum Beispiel Anatomie, Krankheitslehre, Recht, Hygienevorschriften, Pflegeplanung - dieses Fachwissen wird sowohl in Theorie als auch in der Praxis abgeprüft werden. Nach den bestandenen Prüfungen wollen beide zunächst in ihren Ausbildungsbetrieben, Seniorenpflegeheimen in Schorndorf und Stuttgart weiterarbeiten. Drei Ausbildungsjahre liegen hinter Jelena und Laura. Den Einstieg in die Altenpflege machten sie über die Ausbildung zum Altenpflegehelfer. Die Ausbildungszeit sei nicht immer leicht gewesen, so die einhellige Meinung der jungen Frauen. Höhen und Tiefen liegen hinter ihnen. „Ich war manchmal schon kurz davor abzubrechen“, erzählt die 24-jährige Laura, „ doch meine Lehrer haben mich ermutigt durchzuhalten und immer gesagt, du schaffst es.“ „Wir Lehrer in der Schule versuchen positiv Einfluss auf die Schüler zu nehmen und motivieren sie bei der Stange zu bleiben. Das A und O ist der gute Kontakt zu unseren Kooperationspartnern, den Praxisstellen unser Schüler und dort zu den Ausbildern vor Ort einen“, so Strack. Die Unterstützung durch die Fachschule erlebte auch Helena sehr positiv: „Unsere Lehrer hatten immer ein offenes Ohr. Wir konnten jederzeit nachfragen und mit unseren Problemen zu ihnen kommen.“ Zur Altenpflege kam die junge Frau über Umwege. Nach ihrem Hauptschulabschluss machte sie verschiedene Berufspraktika bis sie dann in einem Pflegheim in Schorndorf erlebte, dass die Arbeit mit älteren Menschen sehr befriedigend ist. Heute ist sie 25 und will in ihrem jetzigen Ausbildungsbetrieb bleiben: „Hier kenne ich meine Kollegen und das Haus und seine Bewohner. Ich bin mittlerweile in den Beruf hineingewachsen.“ Trotz aller Höhen und Tiefen in ihrer Ausbildungszeit empfiehlt sie den Beruf weiter: „Es ist eine sehr verantwortungsvolle Aufgabe ältere Menschen zu begleiten und man bekommt viel zurück.“ Auch an der Bezahlung sei nichts auszusetzen, genau wisse sie allerdings noch nicht, was sie bekomme werde. Die Ausbildung würden beide durchaus weiterempfehlen: „Man sollte vorher unbedingt ein Praktikum in einem Altenpflegheim machen.“ Ende März werden die Prüfungen abgeschlossen sein. Über mangelnde Stellenangebote werden sich die Absolventen keine Sorge machen müssen.

Ausdruck vom 16.12.2019
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