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Grundlagen
und Ziele
Die unveränderliche Grundlage ist das Evangelium von Jesus
Christus,
wie es in der Heiligen Schrift gegeben und in den Bekenntnissen
der Reformation bezeugt ist. Gottes Liebe, die uns in Jesus Christus
begegnet, bestimmt Sinn und Wert allen Lebens. Wir glauben, daß
wir nicht mehr Gäste und Fremdlinge, sondern Mitbürger
der Heiligen und Gottes Hausgenossen sind. Auf dieses Angebot Gottes
antworten wir mit der Bereitschaft zum Dienst und vertrauen darauf,
daß Gott in uns beides wirkt, das Wollen und das Vollbringen,
zu seinem Wohlgefallen (Philipper 2,13).
Wir versuchen,
als Diakonissen der Großheppacher Schwesternschaft
-ohne Angst um uns selbst - Gottes Liebe durch Wort und Tat weiterzugeben.
Diakonisse-Sein bedeutet Verzicht auf eigene Familiengründung.
Das Mutterhaus ist Heimat der Schwesternschaft, Stätte der
Aus- und Fortbildung, der Sammlung und Sendung. Unsere Glaubens-,
Lebens und Dienstgemeinschaft, in die uns Gott berufen hat, versteht
sich als eine Ausdrucksform der Gemeinde Jesu, wie sie im Neuen
Testament bezeugt wird (Apostelgeschichte 2,42).
Glaubensgemeinschaft
In der Glaubensgemeinschaft des in unserer Landeskirche verwurzelten
Mutterhauses haben wir unsere geistliche Heimat. Diese Gemeinschaft
kann nur im Geben und Nehmen lebendig bleiben. Wir leben von der
Zusage, daß Jesus Christus der Eckstein ist, auf welchem der
ganze Bau unserer Gemeinschaft wächst zu einer Behausung Gottes
im Geist. Im Hören auf Gottes Wort, im Annehmen und Gewähren
der Vergebung, in der Teilnahme am Heiligen Mahl und der Fürbitte
füreinander werden wir immer neu hineingenommen in diese Glaubensgemeinschaft.
Lebensgemeinschaft
Für die Fragen und Aufgaben, die eine Lebensgemeinschaft stellt,
weiß sich jedes Glied verantwortlich. Wir wagen das Miteinander
im Blick auf das Wort: Einer trage des andern Last, so werdet ihr
das Gesetz Christi erfüllen (Galater 6,2). Eine
Lebensgemeinschaft besteht nicht nur darin, dass man unter einem
Dach wohnt oder ein gemeinsames Zeichen -Tracht, Brosche - trägt,
sondern indem sie immer wieder neu erbeten, angenommen, gestaltet,
erkämpft und durchlitten wird.Dabei überwiegt das Beglückende
und Hilfreiche: Ich habe Schwestern, denen ich mich mitteilen kann
in meinen Freuden und meinen Schwierigkeiten, die mit mir und für
mich beten, mich hinweisen auf meine Fehler und Schwächen und
mir damit weiterhelfen auf dem Weg der Nachfolge.
Für die
Diakonisse ist Sinnerfüllung des Lebens nicht von der Ehe abhängig.
Wenn sie sich von Gott bejaht weiß und in Übereinstimmung
mit ihrer Berufung lebt, ist ihr Leben erfüllt. Sie kann fröhlich
für andere als Schwester bereit sein. Unsere Lebensgemeinschaft
hat ihre eigene Versorgungsordnung.
Dienstgemeinschaft
Die Glaubens- und Lebensgemeinschaft der Diakonissen ist nicht Selbstzweck.
Sie führt zum Dienst in den diakonischen Aufgaben unserer Kirche.
Der Herr der Kirche spricht: Was ihr getan habt einem unter diesen
meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan (Matthäus
25,40). Aus der Glaubensgemeinschaft empfangen wir die Kraft zum
diakonischen Auftrag, aus der Lebensgemeinchaft die Freude am gemeinsamen
Dienst, weil einer dem anderen zu dieser Freude verhelfen möchte.
In der Dienstgemeinschaft sind wir verbunden mit den Diakonischen
Schwestern und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Stiftung
Großheppacher Schwesternschaft; darüber hinaus mit den
Schwesternschaften und Diakoniewerken, die in der Kaiserswerther
Generalkonferenz und der DIAKONIA zusammengeschlossen sind.
Wir Diakonissen
der Großheppacher Schwesternschaft sehen unseren Auftrag als
einen Weg zwischen evangelischem Orden und der diakonisch berufstätigen
Frau. Gott in Christus stellt uns immer wieder neu die Aufgaben.
Im gemeinsamen Tun wollen wir sie bewältigen. Dabei wissen
wir, daß die Tradition unseres Hauses, der Dienst am Kind,
stets neu durchdacht werden muß.
Mahnung und
Leitspruch für die Glauben-, Lebens- und Dienstgemeinschaft
ist das Wort des Apostels, das Wilhelmine Canz, die Gründerin
unserer Schwesternschaft, uns als Vermächtnis übergeben
hat: "Darum, meine lieben Brüder, meine lieben Schwestern,
sei fest, unbeweglich und nehmt immer zu in dem Werk des Herrn,
weil ihr wisset, daß eure Arbeit nicht vergeblich ist in dem
Herrn" (1. Korinther 15,58).
Hier können
Sie mehr über die Geschichte
der Diakonissen in der Großheppacher Schwesternschaft
erfahren.
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