Diakonissen

Das sind wir: Die Diakonissen in der Großheppacher Schwesternschaft

Das sind unsere Wurzeln

Der Anfang unserer Gemeinschaft liegt im 19. Jahrhundert. Damals ermöglichte die aufkommende Mutterhausdiakonie Frauen einen Zugang zu Gemeinschaft, Bildung und Beruf. Die alten klösterlichen Ordensregeln „ora et labora“ („bete und arbeite“) wurden in die neuen evangelischen Gemeinschaften übernommen. Auch die gemeinsame Kasse, Ehelosigkeit und das Sendungsprinzip wurden Grundlagen der Mutterhausdiakonie.
Wilhelmine Canz (1815 – 1901) ist die Gründerin unserer Gemeinschaft. Sie empfand die Armut ihrer Zeit als große Herausforderung für die Kirche. Gegen die zunehmende Verelendung in vielen Familien setzte sie auf Herzensbildung und Erziehung durch fachlich geschulte Frauen. 1856 gründete sie in Großheppach eine „Bildungsanstalt für Kleinkinderpflegerinnen“. Im dazu gehörigen Mutterhaus bot sie den jungen Frauen, die zur Ausbildung kamen, auch Heimat und Versorgung in einer Schwesternschaft an.

So gestalten wir unsere Gemeinschaft

  • Uns verbindet der Ruf in die Aufgabe, ein lebendiges Zeugnis für Gottes Güte zu sein.
  • Das tägliche Morgengebet, die Bibellese und die Tagzeitgebete am Mittag und am Abend gliedern unseren Alltag.
  • Als Schwesternschaft stehen wir füreinander ein. Wir übernehmen Aufgaben im Werk und sammeln uns als Gemeinschaft mit verschiedenen Standorten zu Festen und Feiern, Schwesternabenden, Schwesterntagen und Konferenzen.
  • Unser gemeinschaftliches und geistliches Zentrum ist das Mutterhaus in Beutelsbach. Gastfreundschaft und Sammlung haben hier ihren Platz, Ausbildung und Sendung gehen von hier aus.
  • Daneben bilden das Feierabendheim und die Wohnheime in Großheppach einen Lebensmittelpunkt für die älteren Schwestern.

An diesen Werten und Zielen richten wir uns aus

Unsere Stiftung steht mit ihren Schulen und Einrichtungen für das Engagement für christliche Werte in Pädagogik und Pflege. Wir sind überzeugt, dass Hilfsbedürftigkeit und Schwäche die Würde des Menschen nicht beeinträchtigen, sondern wesensmäßig zu ihm gehören.
In unserem Dienst orientieren wir uns am Evangelium von Jesus Christus, dem Diakon Gottes. Wie er wollen wir mit Tat und Wort die Liebe Gottes bezeugen, das heißt, diakonisch leben und handeln.

In unserer Gemeinschaft legen wir Wert auf

  • Offenheit gegenüber allen Menschen
  • Gegenseitige Unterstützung
  • Mitverantwortung
  • Raum für Selbstentfaltung und für Unterschiede

Darin sehen wir derzeit unsere Aufgaben

Bis heute sehen wir unsere Aufgaben darin, die Stiftung der Großheppacher Schwesternschaft und die in ihr entstandenen Einrichtungen aktiv mitzugestalten.

  • Wir bringen unsere Gaben haupt- oder ehrenamtlich ein
  • begleiten in der Fürbitte die Menschen, die uns anvertraut sind und die Arbeit, die getan wird
  • unterstützen mit unserem Geld die Stiftung und ihre vielfältigen Projekte
  • setzen uns für die Gastfreundschaft und Fortbildung ein
  • achten im Stiftungsrat unseres Werkes auf die diakonische und sozialpolitische Verantwortung, die wir als kirchlicher Träger haben.
  • Wir sind offen für neue Aufgaben

Wenn Sie sich für unsere Gemeinschaft interessieren, interessieren wir uns für Sie!

Unsere Gesellschaft braucht Frauen, die sich mit ihren Gaben in die Diakonie berufen lassen.
Der Weg in die Schwesternschaft ist offen. Wir freuen uns über Begegnungen und Gespräche mit allen, die mehr wissen möchten und sind offen für Ihre Fragen. Unser Mutterhaus bietet einen Gästebereich sowie Studientage, Oasentage und Einkehrtage an, die Gelegenheit geben, das Mutterhaus und unsere Gemeinschaft kennen zu lernen.

Unsere Partnerschaft in Tansania

Seit 2010 hat die Großheppacher Schwesternschaft eine Partnerschaft mit der Sisterhood Ushirika wa Upendo in Chimala-Brandt im Südwesten Tansanias. Diese Sisterhood wurde 2008 gegründet und hat heute über 20 Schwestern. Sie ist untergebracht in einer ehemaligen Missionsstation der Herrnhuter Brüdergemeinde und betreibt auf ihrem Gelände einen im ganzen Umland bekannten und geachteten Kindergarten.
Unsere Schwesternschaft hat beschlossen, die Schul- und Berufsausbildung der jungen Afrikanerinnen zu finanzieren, die sich der Sisterhood anschließen. Auch ein Powertiller und ein Motorrad konnten aus Spenden der Schwesternschaft angeschafft werden. Außerdem unterstützen wir den Deutschunterricht der Schwestern.
Im Jahr 2012 reisten Schwester Elsbeth Steudle und Schwester Erna Carle zusammen mit Pfr. Dr. Wünsch und dem Journalisten Arndt Bäucker zum Partnerschaftstag nach Tansania (Eckstein Nr. 33/2012), im Jahr darauf besuchten uns Sister Maria Msella, die Oberin der Sisterhood und die junge Sister Neema Sauga. Beide waren Delegierte bei der internationalen DIAKONIA-Konferenz in Berlin und waren im Anschluss für eine knappe Woche im Mutterhaus in Beutelsbach! Letztes Jahr war eine Delegation mit unsererm kaufmännischen Vorstand Peter Schmaderer, Schulleiter Jonas Naumann und Dozentin Renate Fischer-Espey in Tansania, und zum Jahresfest 2015 erhielten wir wieder Besuch aus Tansania: Pastor Siwelwer, Sister Eliang’niswa, Sister Agness besuchten uns zum 200. Geburtstag von Wilhelmine Canz.

Ein guter Kooperationspartner und Berater unserer Partnerschaft ist Herr Michael Herold aus Günzburg, der für den Kindergarten in Brandt eine neue erdbebensichere Baumethode entwickelt hat. Mit Hilfe des von ihm mit gegründeten Vereins "Die Brücke e.V." in Günzburg wurde zunächst ein neues Gebäude für den Kindergarten errichtet, das 2014 in Betrieb gehen konnte. Jetzt werden in der gleichen Bauweise Unterkünfte für die Schwestern errichtet.

Ausdruck vom 26.09.2017
Oberlinstraße 4
71384 Weinstadt-Beutelsbach
Telefon 07151 99 34-0
Telefax 07151 99 34-50
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