Wohnen in Gemeinschaft

Gemeinschaftliches Wohnen im Mutterhaus der Großheppacher Schwesternschaft

Seit Mitte des 19. Jahrhunderts bieten die Mutterhäuser evangelischer und katholischer Konfession Frauen einen Lebens- und Schutzraum an, in dem sie Gemeinschaft und Aufgaben finden, ihre Begabungen entwickeln und das gemeinsame Gebet pflegen können: Ora et labora!
Das Mutterhaus der Großheppacher Schwesternschaft versteht sich als ein Ort der Gastfreundschaft. Es will auch in Zukunft ein Ort der Geborgenheit und der Gemeinschaft sein. Die Großheppacher Schwesternschaft stellt darum Frauen für neue Formen gemeinschaftlichen Lebens Wohnraum zur Verfügung.

Mutterhauskultur

Die Mutterhäuser sind von Anfang an Orte der Frauenförderung und der Frauenstärkung gewesen. Frauen verstehen sich als Schwestern und stellen ihre unterschiedlichen Begabungen in den Dienst der Gemeinschaft. Eine gute Ausbildung der Schwestern in Erziehung, Pflege oder Hauswirtschaft bildeten die wirtschaftliche Grundlage der Frauengemeinschaften in den Mutterhäusern.
In den 1980iger Jahren hat die italienische Frauenbewegung unter dem Schlagwort „affidamento“ (sich anvertrauen) das freiheitliche Potenzial von Frauengemeinschaften wieder ins Licht gehoben: Leben im Austausch und in der Bezogenheit auf andere schenkt Freiheit. Frauen können sich in ihrer Unterschiedlichkeit anerkennen und sich gegenseitig fördern.

Gemeinschaft schenkt Freiheit - Freiheit sucht Gemeinschaft

Von Anfang an waren die Verbundenheit im Glauben und eine gemeinsame spirituelle Praxis im Alltag die Klammer für das gemeinschaftliche Leben in den Mutterhäusern.
Auch in neuen Wohnformen von Frauengemeinschaften zeigt sich, dass die gemeinsame Überzeugung und eine gemeinsam entwickelte Spiritualität die Gemeinschaft stärken. Das Selbstverständnis, auch geistliche Gemeinschaft zu sein, führt aus der Falle des Individualismus heraus und prägt die Atmosphäre eines Hauses in besonderer Weise.
Das Mutterhaus der Großheppacher Schwesternschaft bietet Räume für geistliches Leben an. Auch die Tagzeitgebete der Schwestern, die dem Tag im Mutterhaus einen verlässlichen Rhythmus geben, stehen allen Gästen und Mitbewohnerinnen offen.

Voraussetzungen für gemeinschaftliches Wohnen im Mutterhaus

Das Angebot für gemeinschaftliches Wohnen im Mutterhaus der Großheppacher Schwesternschaft wendet sich an Frauen zwischen 30 und 65 Jahren, die die Grund-überzeugungen und Werthaltungen der Schwesternschaft teilen, die sich zutrauen, mit anderen Frauen in freundschaftlicher Nachbarschaft zu leben und für die eigenständi-ges Wohnen und der Wunsch nach Gemeinschaft interesseleitend sind:

- Gemeinschaftliches Wohnen ist keine betreute Wohnform. Eigenständigkeit sowie physische und psychische Gesundheit sind für das Wohnen im Mutterhaus erforderlich.
- Gemeinschaftliches Wohnen erfordert Absprachen und Austausch. Die Bereitschaft dazu wird vorausgesetzt.
- Gemeinschaftliches Wohnen bedeutet eine gute Balance aus Nähe und Distanz, in-dividuellen und gemeinschaftlichen Zielen. Dabei kann es unter Umständen zu unter-schiedlichen Erwartungen, Interessenkollisionen und Missverständnissen kommen. Darum sind Konfliktfähigkeit und eine positive Einstellung zu Gruppenprozessen eben-falls wichtige Voraussetzungen für diese Wohnform.
- Gemeinschaftliches Wohnen kostet Geld. Neben der eigenständigen Wohnung, die je nach Größe bepreist ist, gibt es gemeinschaftliche Räume, Gästezimmer und Wirtschaftsräume, die allen zur Verfügung stehen und von allen genutzt werden können. Auch die großzügige Gartenanlage steht allen Mutterhausbewohnerinnen als grüne Oase offen. Diese Faktoren bilden den Mehrwert der gemeinschaftlichen Wohnform. Eine entsprechende wirtschaftliche Absicherung der Mieterinnen wird vorausgesetzt.

Im Mutterhaus gilt für alle Bewohnerinnen und Gäste in gleicher Weise die Hausordnung des Mutterhauses.


Wohnen mit Anschluss

Die Großheppacher Schwesternschaft stellt auf ihrem weitläufigen Gelände interessierten Frauen und Männern Wohnraum zur Verfügung, die eine Wohnform mit Anschluss an gemeinschaftliches und spirituelles Leben suchen.

Voraussetzungen für das Wohnen mit Anschluss

Das Angebot für gemeinschaftliches Wohnen auf dem Gelände des Mutterhauses der Großheppacher Schwesternschaft wendet sich an Frauen und Männer zwischen 30 und 65 Jahren, die die Grundüberzeugungen und Werthaltungen der Schwesternschaft teilen, die sich zutrauen, mit der Mutterhausgemeinschaft in freundschaftlicher Nachbarschaft zu leben und für die der Wunsch nach gemeinschaftlicher Anbindung interessenleitend ist. mehr

Ausdruck vom 26.09.2017
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Telefax 07151 99 34-50
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www.grossheppacher-schwesternschaft.de