20.09.2013Evang. Fachschule für Sozialpädagogik

47 Berufspraktikantinnen erhalten die staatliche Anerkennung zur Erzieherin

In einem festlichen Rahmen verabschiedete die Evangelische Fachschule für Sozialpädagogik Weinstadt/Beutelsbach in der Stiftung der Großheppacher Schwesternschaft die diesjährigen Absolventinnen. Zu diesen gehören die Schülerinnen, die neben der fachschulischen Ausbildung auch das Berufspraktikum erfolgreich abgeschlossen haben. Sie werden den Arbeitsmarkt mit der Staatlichen Anerkennung zur Erzieherin/zum Erzieher betreten.

In seiner Ansprache verwies Schulleiter Jonas Naumann auf den steigenden Bedarf an Kindheitspädagoginnen und betonte, dass die Absolventinnen stolz auf das Geleistete und die erworbenen Kompetenzen sein können. Der Ausbau der frühkindlichen Betreuung und die zunehmende Heterogenität in den Einrichtungen erfordert neben einer fundierten Qualifizierung auch eine hohe individuelle pädagogische Verantwortung. Der seit dem ersten August 2013 gültige Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz erhöht in diesem Zusammenhang den Bedarf an pädagogischen Fachkräften vor allem im Bereich Kinder unter drei Jahren.

Der stellvertretende Schulleiter, PD. Dr . Axel Bernd Kunze, nahm in seinem Vortag „Ist Bildung ein Menschenrecht?“ Bezug zum aufgeworfenen Aspekt des individuellen Rechts auf Bildung und der daraus resultierenden gesellschaftlichen Verantwortung. Er verwies auf den Deutschlandbesuch des seinerzeitigen UN-Sonderberichterstatters für das Recht auf Bildung, Vernor Munoz. Dieser hatte in seinem Bericht an den Menschenrechtsrat in Genf 2007 u. a. deutlich gemacht, dass Bildung, nicht zuletzt gezielte Sprachförderung, bereits von klein auf beginnen müsse. „Und auch Menschenrechtsbildung“, so Kunze wörtlich, „beginnt altersangemessen bereits im Kindesalter. Insofern kann der Beruf der Erzieherin durchaus als eine wichtige Menschenrechtsprofession bezeichnet werden.“

Peter Schmaderer, Kaufmännischer Vorstand der Stiftung Großheppacher Schwesternschaft, bekräftigte in seiner Ansprache die aus dem Rechtsanspruch resultierende Verantwortung für eine „gute“ Qualität im Bereich der Erziehung, Bildung und Betreuung. Unterstrichen wird dies auch durch die Verleihung des neuen Stiftungspreises für hervorragende Leistungen im Berufspraktikum. Die erste Preisträgerin 2013 ist Teresa Idler.
Jonas Naumann, Schulleitung; Dr. Axel Bernd Kunze, stv. Schulleitung

Ausdruck vom 23.09.2017
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