20.07.2017Evang. Fachschule für Sozialpädagogik

Märchenart ist Kinderart

Wertvolle Anregungen für die Praxis bei der Erzählwerkstatt „Kinder mit Märchen spielerisch fördern

Theoretisch hatten sich die Schülerinnen und Schüler der Klasse PiA 2 in diesem Schuljahr sowohl im Rahmen des Schüleraktionstags als auch während einer Unterrichtseinheit im Fach Deutsch mit dem Thema „Märchen“ bereits näher auseinandergesetzt. Nun sollte das geweckte Interesse der angehenden pädagogischen Fachkräfte im Hinblick auf die Praxis und die Umsetzbarkeit in den jeweiligen Einrichtungen intensiviert und gefördert werden. Als Referentin und Leiterin einer halbtägigen Fortbildung konnte erneut die Märchenerzählerin und Germanistin Frau Hofmann gewonnen werden, der in ihrer Funktion als Dozentin an unserer Schule im Rahmen der Nachqualifizierungsmaßnahme  nach § 7 bereits ein hervorragender Ruf vorauseilt. Am 11. Juli war es soweit: Frau Hofmann entführte uns in die wundervolle Welt der Märchen. Als Einstieg diente das Märchen „Die Bienenkönigin“ der Gebrüder Grimm, das erzählt, erfahren und im Hinblick auf die darin enthaltenen Denkanstöße betrachtet wurde. Es gelang der Referentin auf Anhieb, alle Schülerinnen und Schüler durch vielfältige praktische Übungen, z.B. sogenannte Call-Response-Spiele, zu begeistern.

Zahlreiche  Methoden, um Märchen und Geschichten lebendig und sinnlich erfahrbar werden zu lassen, wie z.B.: KIM-Spiele, das Kamishibai-Theater, Märchen-Säckchen und Schachtel-Märchen, wurden von Frau Hofmann vorgestellt und von den Schülerinnen und Schülern aktiv  in die Praxis umgesetzt.Rituale und Rahmenbedingungen, die für gutes Erzählen unabdingbar sind, wurden von ihr anschaulich demonstriert. Dies war eine so überzeugende Erfahrung, dass  zahlreiche Schülerinnen und Schüler es bedauerten, sie  nicht gleich am nächsten Tag persönlich umsetzen und weitergeben zu können. Ein Theorieteil, u.a. zu Märchenkunde, Märchenpädagogik und Lerntheorie, frischte zudem die Kenntnisse aus dem Deutschunterricht und anderen Handlungsfeldern wieder auf und vertiefte diese noch. Leider kam das persönliche Erproben im Märchenerzählen für die Schülerinnen und Schüler aufgrund der davongeeilten Zeit etwas zu kurz, so dass erste Stimmen bereits für eine Verlängerung bei erneuter Durchführung plädierten!

„Ich habe viele Ideen und Anregungen für das eigene Erzählen bekommen.“ „Am meisten haben mich die vielen unterschiedlichen Gegenstände und Methoden gefesselt.“ „Ich freue mich jetzt schon auf die Umsetzung in der Praxis!“, so äußerten sich die Schülerinnen und Schüler durchweg positiv am Ende der Veranstaltung.

Ein herzliches Dankeschön nochmals an Frau Hofmann, die sich zusammen mit Frau Schlenker darin einig war, dass dies sicherlich nicht die letzte gemeinsame Veranstaltung in Sachen „Märchen und Literacy“ an der Sozialpädagogischen Fachschule in Beutelsbach gewesen ist.

 

Ute Schlenker

Ausdruck vom 23.09.2017
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